Mindestlohn im Wallis: NEIN an den Urnen am 29. November!

Das so sozial klingende Versprechen verbirgt eine gefährliche Scheinlösung. In Würde von seiner Arbeit leben? Selbstverständlich. Aber per Gesetz einen Mindestlohn

von 22 Franken pro Stunde – und 18 Franken in der Landwirtschaft – durchzudrücken, ist keine Lösung. Ein Einheitslohn missachtet die äusserst unterschiedlichen Gegebenheiten in der Hotellerie, der Restauration, der Landwirtschaft, im Baugewerbe, im Handwerk oder im Dienstleistungssektor und verdrängt auch die Gegensätze zwischen Tal- und Bergregionen.

Der Walliser Handwerkerverband und bauenwallis sehen deutlich, dass diese Initiative nur vorgibt, die Arbeitsplätze und Einkommen zu schützen – sie aber in Wirklichkeit bedroht.

 

Mindestlohn im Wallis: NEIN an den Urnen am 29. November!

In Sektoren mit geringen Margen kann eine erzwungene Erhöhung nicht immer abgefedert werden. Vielmehr bremst sie Neueinstellungen, bedroht Stellen, oder beschleunigt die Automatisierung. Die ersten Opfer wären am wenigsten qualifizierte Personen, junge Menschen, die in den Arbeitsmarkt einsteigen, sowie Saisonarbeiter.

Darüber hinaus schwächt der Mindestlohn die Berufsbildung. Warum eine Lehre absolvieren, wenn eine sofortige Anstellung ohne Qualifikation einen höheren Lohn bietet? Wenn das EFZ derart abgewertet wird, schränkt ein politisch festgelegter Mindestlohn willkürlich die Lohnentwicklung ein, die auf Erfahrung, Kompetenzen und Engagement beruht

Im Wallis funktioniert bereits ein gutes System – die Sozialpartnerschaft. Löhne und Arbeitsbedingungen werden in den jeweiligen Branchen zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden ausgehandelt.
33 Gesamtarbeitsverträge und drei Musterverträge decken jetzt schon die grosse Mehrheit der Branchen ab. Dieses Modell ermöglicht den Schutz der Arbeitnehmenden und berücksichtigt gleichzeitig die wirtschaftlichen Gegebenheiten der einzelnen Berufe.

«Eine Sozialpolitik muss nicht nur nach ihren Absichten beurteilt werden, sondern auch nach ihren tatsächlichen Folgen. Ein Gesetz, das den Zugang zur Arbeit erschwert, schützt die Arbeitnehmenden nicht. Es schwächt sie,» sagt das Komitee «NEIN zum Mindestlohn im Wallis».

Der Staatsrat und der Grosse Rat haben diese Initiative klar abgelehnt, letzterer mit 93 zu 33 Stimmen. Das Komitee ruft jetzt die Walliserinnen und Walliser auf, die Arbeitsplätze, die Berufsbildung und die bewährte Sozialpartnerschaft zu verteidigen. Ebenso wie sie schon 2014 ähnliche Vorlagen mit über 80 % der Stimmen abgelehnt haben.

Alle Personen, Unternehmen und Organisationen, die die Kampagne unterstützen möchten, können sich dem Komitee online unter www.mindestlohn-wallis-nein.ch anschliessen.

Für den Walliser Handwerkerverband und bauenwallis lautet die eindeutige Schlussfolgerung: diese Initiative gefährdet neue Anstellungen, entwertet das EFZ und führt zu Arbeitsplatzverlusten. Sie muss abgelehnt werden.

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