
Das Ziel: den CO2-Fußabdruck von Beton durch eine Kombination aus 3D-Druck, digitaler Fertigung und recycelten Materialien drastisch zu reduzieren. Herkömmlicher Zement wird durch alternative Bindemittel wie Stahlschlacke ersetzt, wodurch ein Beton hergestellt werden kann, der ausschließlich aus Industrieabfällen besteht.
Weniger Materie, mehr Intelligenz
Anstatt sich auf massive Bewehrungen zu verlassen, entwerfen die Forscher optimierte Strukturen, die als „dominant compression“ bezeichnet werden und von Steinbögen inspiriert sind. Ergebnis:
- weniger verwendete Materialien
- leichtere Elemente
- eine bessere Leistung, insbesondere in erdbebengefährdeten Gebieten
Der 3D-Druck ermöglicht darüber hinaus die Herstellung von maßgeschneiderten Teilen mit eingebauten Hohlräumen, wodurch der Ressourcenverbrauch weiter reduziert wird.
Ein gezieltes und innovatives Gerüst
Wenn nötig, werden spezielle Gerüste aus Formgedächtnislegierungen (Fe-SMA) verwendet. Sie wurden u. a. vom Spin-off re-fer entwickelt und können präzise eingebaut und dann entfernt werden, um die Elemente zu zerlegen und wiederzuverwenden.
Beton, der CO₂ einfängt
Eine weitere Schlüsselinnovation ist, dass der Beton mithilfe von CO₂ gehärtet wird, das im Material absorbiert und gespeichert wird und so dazu beiträgt, seine Klimaauswirkungen zu verringern.
Auf dem Weg zum kreisförmigen Bauen
Das Projekt zielt auf die Schaffung von Bauelementen :
- modular und zerlegbar
- wiederverwendbar
- geeignet für nachhaltiges und erdbebensicheres Bauen
Ein erster Prototyp eines 3D-gedruckten Gebäudemoduls wird bis 2028 erwartet.
Ein vielversprechender Ansatz, der das Bauen mit Beton grundlegend verändern könnte, indem er es leichter, kreisförmiger und kohlenstoffarm macht.
Quelle: Admin.ch

