
Für Ursula Renold, Professorin an der ETH Zürich und ehemalige Leiterin der Berufsbildung, unterstreicht diese Feststellung die Grenzen einer systematischen Ausrichtung auf das Gymnasium und die Universität. Sie erinnert daran, dass Auszubildende später ein Hochschulstudium absolvieren und sich beruflich weiterentwickeln können, während sie auf dem Arbeitsmarkt einen klaren Vorteil haben.
Angesichts des akademischen Drucks, der zunehmenden Konkurrenz unter den Absolventen und der raschen Veränderungen auf dem Markt bleibt die Berufsbildung ein strategischer Trumpf für die Beschäftigung und die berufliche Mobilität junger Menschen. Sie bietet konkrete Kompetenzen, eine starke Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Unternehmen und begehrte Praxiserfahrung. Absolventen der höheren Berufsbildung weisen die niedrigsten Arbeitslosenquoten auf.
Im Gegensatz dazu sind einige Universitätsstudiengänge schlecht an den Markt angepasst, und die Automatisierung im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz verschärft die Schwierigkeiten bei der Eingliederung.
Quelle: 24heures

